Unser Service-Telefon: 02368 691384 02368 691340
Familienzentrum
Träger
Junikum Gesellschaft für Jugendhilfe und Familie mbH St. AgnesLiebe Eltern,
Sie überlegen Ihr Kind in unserer Kindertageseinrichtung anzumelden und möchten sich gerne informieren? Auf unserer Website www.junikum.de/stimbergzwerge informieren wir umfassend über unsere Arbeit. Dort finden Sie auch die aktuelle pädagogische Konzept.
Gerne können Sie sich auch in der Kita von unserer Arbeit überzeugen. Im persönlichen Kontakt lassen sich Fragen direkt beantworten. Sie können uns bei unserer Arbeit zusehen und prüfen, ob unser Konzept zu Ihrem Kind passt und ob Ihr Kind bei uns gut betreut wäre.
An jedem ersten Montag im Monat bieten wir Ihnen Besichtigungs-Termine in unserer Einrichtung an. Vereinbaren Sie bitte einen Termin:
Mail: stimbergzwerge@junikum.de
Telefon: (02368) 8740798
Ich freue mich mit meinem Team, Ihnen unsere Einrichtung vorstellen zu dürfen!
Björn Clement
Kita-Leitung
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Das Wesensmerkmal der stimbergZWERGE ist die Arbeit nach dem „offenen Konzept“, die sich zu einem Werkstatt-Konzept entwickelt.
Die Konzeption befindet sich von Anfang an in einem kontinuierlichen Entwicklungs- und Veränderungsprozess. Wir haben das Konzept immer wieder den jeweiligen räumlichen Voraussetzungen angepasst, andererseits gab es mit den räumlichen Veränderungen und personellen Erweiterungen auch zwangsläufig eine strukturelle und pädagogische Veränderung. Und nicht zuletzt reagieren Kinder auf die jeweiligen Situationen und Personen und machen durch ihr Verhalten darauf aufmerksam, welche Veränderungen erforderlich sind.
Daher bleibt die Konzeptionsentwicklung ein lebendiger Prozess. Unser Arbeitskonzept soll uns herausfordern das JETZT immer wieder in Frage zu stellen und zu überprüfen, damit wir mit unserer pädagogischen Arbeit Räume schaffen, in denen das Kind mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten im Mittelpunkt steht und in dem es sich gut entwickeln kann.
Plätze und Betreuungsformen
Die Betreuung ist im Umfang von 25, 35 oder 45 Stunden pro Woche gemäß KiBiz möglich.
Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf/ mit Behinderung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in den o.g. Betreuungsformen
Montag bis Freitag von 07:00 bis 16:30 Uhr
Abholzeiten
* bei geteilter 35-Stunden-Betreuung wird das Kind zwischen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr abgeholt und kehrt um 14:30 Uhr zurück. Es kann danach bis um 16:30 Uhr in der Einrichtung bleiben.
Bis 09:00 Uhr sollen die Kinder in der Kita sein, damit Rituale im Ablauf nicht unterbrochen werden müssen. Jedoch wissen wir, dass immer etwas Unvorhergesehens dazwischenkommen kann. Abweichungen können bei einmaligen oder regelmäßigen Terminen daher abgesprochen werden.
Insgesamt bis zu 25 Tage im Jahr. Die Schließtage werden spätestens zum Beginn des Kindergartenjahres festgelegt und mit dem Elternbeirat abgestimmt.
Wir versuchen über Kooperationen mit anderen Einrichtungen in der Stadt während der dreiwöchigen Schließzeit in den Sommerferien eine Notbetreuungsoption anzubieten. Den Bedarf fragen wir rechtzeitig vorher ab. Die Kriterien für die Inanspruchnahme dieser Notbetreuung legen wir fest, sobald die jeweiligen Rahmenbedingungen mit der anderen Einrichtung geklärt sind.
Diversität fördert die Entwicklung unserer Arbeit und eine gute Zusammenarbeit. Deshalb freuen wir uns über ein Team, das sich aus Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Lebensphasen, mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen und beruflichen Biografien zusammensetzt.
Die Einrichtungsleitung ist Diplompädagogin. Sie ist für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Konzeption sowie die Personalentwicklung verantwortlich. Sie hat einen Gesamtüberblick über die Kinder und koordiniert die Weiterentwicklung der Einrichtung.
Für die Betreuung Ihrer Kinder in unserer Kindertagesstätte beschäftigen wir als Fach- und Ergänzungskräfte Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen. Für die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte setzen wir auf die Förderung von Ausbildung. Daher bilden wir wenn möglich stets mehrere Erzieher*innen im Berufspraktikum aus oder beschäftigen Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung (PIA).
Wir engagieren uns in der Ausbildung künftiger Fachkräfte und kooperieren mit verschiedenen Fachschulen. Regelmäßig bieten wir Schüler*innen in der Erzieherausbildung die Möglichkeit für mehrwöchige Praktika oder ein Jahrespraktikum.
Wenn das Kind einen Bedarf an besonderer Unterstützung hat, gibt es die Möglichkeit einen Förderantrag beim Landschaftsverband (LWL) zu stellen. Nach einem festgelegten Schlüssel erhält die Einrichtung zusätzliche Personalstunden, um den Kindern mit Unterstützungsbedarf die uneingeschränkte Teilhabe am Kita-Alltag zu ermöglichen. Diese Fachkräfte kümmern sich dabei nicht ausschließlich um dieses Kind/ diese Kinder, sondern ihr Einsatz ermöglicht, dass Situationen individueller gestaltet werden oder diese Kinder eine intensivere Zuwendung erhalten können.
In der Kita gibt es vier „Werkstatt“-Räume und das Außengelände als fünften Raum.
Innerhalb jedes Werkstatt-Raumes gibt es verschiedene Schwerpunkt-Bereiche. Die Bereiche bieten einerseits unterschiedliche inhaltliche Differenzierungsmöglichkeiten und schaffen dem Kind andererseits eine Struktur im Raum. Gerade jüngere Kinder können sich so besser orientieren und finden auch kleine Nischen, in denen sie sich aufhalten.
Bau- und Konstruktionsraum
Es gibt Bausteine, Holz, Pappschachteln und vielfältige Alltagsmaterialien, aus denen das Kind wählen kann ebenso wie Spielautos, -figuren und ähnliches. Es kann hoch oder großflächig bauen, konstruieren und Themenwelten in das Spiel integrieren.
Bereiche: Magnete, Bausteine aus unterschiedlichem Material (Kork, Holz, Kapla, Duplo), Verkehr und Straßen, Werkbank
Maxi-Bauraum:
Die älteren Kinder können hier „unter sich“ bauen. Die „Großen“ können auch über einen längeren Zeitraum an einem Projekt/ einer Landschaft weiterbauen und sich darin vertiefen.
Atelier
Farben und Material laden das Kind im Atelier mit allen Sinnen ein. Mit den Händen begreift es das Material. Neben dem Aufforderungscharakter der Materialien ist es im Atelier die Aufgabe der Pädagog*innen dem Kind Techniken zu vermitteln, mit denen es seine gedanklichen Vorstellungen in ein „Produkt“ umsetzen kann und dabei seine motorischen Fähigkeiten erprobt und weiter entwickelt.
Bereiche: Nassbereich, Trockenbereich, Kneten, Sandspiel, Lesen, (in Planung: Textilwerkstatt)
Groß-Atelier:
In diesem Raum gibt es Material, das insbesondere für ältere Kinder geeignet ist. Z.B. kleine Perlen oder Handbohrer.
Theater-Raum
Das Kind taucht mit Kleidung, Stoffen in eine andere Welt. Die Ausstattung im Theater-Raum wechselt von Zeit zu Zeit, um die Phantasie des Kindes anzuregen und andere Themen zu aktivieren.
Bereiche: Kinderwohnung, Puppenbereich, Schminken und Frisieren, Markt und Einkauf, Bücherei
Ruheraum
Der Ruheraum ist von seiner Gestaltung her reizärmer gestaltet und ruhiger als andere Räume. Hier stehen Sinneserfahrungen im Vordergrund, die eine Entspannung und innere Resonanz fördern. Dies kann durch Licht, durch sensorische Erfahrungen mit verschiedenen Materialien (Fell, Kratziges, Schaum,…) unterstützt werden.
MINT-Raum
Im MINT-Raum erforschen Kinder Phänomene aus ihrer Umwelt. Dies können biologische, physikalische oder andere Phänomene sein. Sie beschäftigen sich mit Mengen, Maßen und Körpern, die ihre Fantasie für Experimente anregen.
Bereiche: Naturwissenschaft, Körper, Zahlen – Maße – Größen, Werkbank, Insekten – Pflanzen - Natur
„Sprachwerkstatt“ (geplant):
Hier soll ein Raum entstehen, in dem Kinder sich mit Sprache und Wörtern auseinandersetzen. Sie können hier Bücher erstellen, Geschichten „schreiben“, stempeln und drucken und vieles mehr.
WEITERE RÄUME
Bewegungsraum
Der Bewegungsraum ist mit einem multi-funktionalen Schienensystem ausgestattet, in das Netze, Seile, Schaukeln und dergleichen befestigt werden können. Darüber hinaus gibt es eine klappbare Sprossenwand mit einem vertikalen Kletternetz. Zudem weitere mobile (Klein-) und Spiel-Geräte, die nach Bedarf eingesetzt werden.
Im Bewegungsraum spielt das Kind mit seinem ganzen Körper. Es hangelt und klettert an Seilen und Netzen, schult sein Gleichgewicht und überwindet Grenzen, wenn es Höhen erklimmt, sich fallen lässt oder seine Kraft trainiert.
Der Bewegungsraum öffnet nach Bedarf. Hier finden auch gezielte, feste Angebote im Wochenverlauf statt (z.B. Yoga, Kreis- und Singspiele, musikalische Früherziehung). Die Angebote variieren abhängig von den Interessen der Kinder bzw. den Ressourcen und Qualifikationen der Mitarbeiter*innen.
Ebenso wird der Bewegungsraum für externe Angebote bzw. Angebote des Familienzentrums genutzt (z.B. Entspannungskurse, Eltern-Kind-Gruppen).
Schlafräume
Es gibt in unserer Einrichtung mehrere Schlafräume, die von Schlafnestern bis Betten verschiedene Möglichkeiten bieten. Das Kind kann je nach Verfügbarkeit „seinen“ Platz auswählen. Wenn wir den Eindruck haben, dass das Kind eine Pause oder Schlaf benötigt, begleiten wir es dabei. Wir orientieren uns dabei am Verhalten des Kindes und seinen Bedürfnissen und nicht an festen Zeiten. Gleichwohl ist es für viele Kinder einfacher zur Ruhe zu kommen, wenn sie erleben, dass mehrere Kinder gerade eine Pause/ einen Mittagsschlaf machen.
Grundsätzlich zwingen wir kein Kind zum Schlaf, machen jedoch Angebote. Manchen Kindern reicht es auch, wenn sie sich zurückziehen, manchmal auf dem Schoß einer Erzieher*in sitzen und für eine Weile das Geschehen beobachten, bevor sie dann wieder ihre Aktivität aufnehmen.
DIE U3-GRUPPE
Ein eigenes System innerhalb der stimbergZWERGE bildet die Gruppe der unter 3jährigen Kinder. Da die Kinder oft noch eine überschaubare Gruppengröße und einen strukturierten Tagesablauf benötigen, ist das Raumkonzept spezifisch auf diese Zielgruppe angepasst.
Die U3-Gruppe hat einen eigenen Schlafraum und einen Nebenraum. Die Kinder essen in der Regel mit den Pädagog*innen in der Gruppe, da die Essenszeiten sich an den individuellen Bedürfnissen der Kinder orientieren.
Im zentralen Gruppenraum befindet sich eine Kletterlandschaft, in der die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten ausprobieren und entwickeln können. Die Gruppe hat einen direkten Zugang zum Außengelände.
Im Wasch- und Toilettenraum gibt es einen Plansch-/ Matschbereich, in dem die Kinder erste Wassererfahrungen sammeln können. Bei Bedarf können die Kinder hier auch abgeduscht werden.
Es gibt verschiedene Angebote in der Gruppe, die wie in den Werkstätten unterschiedliche Themen oder Bildungsbereiche aufgreifen. Jedoch ist das Angebot hier überschaubarer und auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der jüngeren Kinder abgestimmt.
Gleichwohl hat das Kind in der U3-Gruppe immer wieder Berührungspunkte zu den anderen Bereichen. Es kann sein Frühstück, vor allem im frühen Morgen, im Essbereich einnehmen oder besucht mit der Erzieher*in einen anderen Raum. Gerade der Besuch in den anderen Werkstatt-Gruppen in kleinen Gruppen, die von einer Erzieher*in begleitet wird, gehört zu einem festen Strukturelement, damit das Kind aus seiner sicheren Umgebung heraus den offenen Bereich kennenlernt.
Das Außengelände ist naturnah angelegt. Statt mit Klettergeräten ist das Gelände so gestaltet, dass natürliche Höhen aus Steinen oder Holzstämmen integriert sind. Im Mittelpunkt des Geländes befindet sich ein künstlich angelegter Bachlauf. Hier können die Kinder mit Natur- und Alltagsmaterialien das Wasser stauen und lenken und damit Erfahrungen sammeln. Das Wasser versickert in einer großen Matschgrube, die zum Bauen einlädt.
Den Übergang zum Sandspielbereich bildet ein Steg mit einem kleinen Spielhaus. Auch hier können die Kinder Rollenspiele inszenieren und die Elemente Wasser und Sand in ihr Spiel integrieren.
Weiterhin befindet sich eine Nestschaukel auf dem Außengelände.
Es gibt einen Kletterbereich mit einem Holzhaus, der insbesondere für die jüngeren Kinder geeignet ist. Die Größe des Hauses, die Stufen und dergleichen sind explizit für jüngere Kinder gebaut. An diesem Kletterhaus ist eine Rutsche montiert, die von allen Kindern genutzt werden kann.
Auf dem Außengelände befinden sich drei Gerätehäuser. Diese sind einerseits für Spielmaterial und zur Lagerung von Außenmöbeln (z.B. Bänke und Tische für Feste) vorgesehen. Ein Haus ist zudem für die Einrichtung einer Naturwerkstatt geplant, die im Außengelände entstehen soll. In der Naturwerkstatt bearbeitet das Kind gesammelte oder gefundene Schätze. Es trainiert sich dabei im Umgang mit Hammer oder Säge und wird zum Handwerker, wenn es neue Dinge entstehen lässt.
Im Außenbereich gibt es keine altersbezogene Aufteilung. Die Geräte und Angebote sind derart gestaltet, dass sie auch für die jüngeren Kinder keine Gefahrenquelle darstellen.
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, unabhängig seiner Herkunft, Religion, Kultur oder dergleichen. Wir setzen uns daher dafür ein, dass kein Kind ausgeschlossen wird. Gleichwohl achten wir bei der Belegung unserer Betreuungsplätze darauf, dass es eine ausgewogene Vielfalt unter den Kindern gibt, die verschiedenste soziale, emotionale und bildungsbezogene Lernentwicklungen ermöglichen.
Wir nutzen die intrinsische Motivation des Kindes. Bildungsprozesse sind besonders wertvoll, wenn sie von der Motivation und vom Interesse des Kindes ausgehen. Das Kind lernt auf der Ebene seiner aktuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten. Daher ist die Bereitschaft und Offenheit für Entwicklung und Lernen besonders groß.
Daraus ergibt sich, dass alle Kinder in der Einrichtung gerade etwas anderes Lernen. Das schließt nicht aus, dass einige Kinder das Gleiche tun.
Beispiel: Mehrere Kinder bauen gemeinsam einen Turm. Ein Kind nimmt dabei wahr, dass das Material unterschiedliche Beschaffenheit hat und sich anders anfühlt, andere Eigenschaften hat. Ein weiteres Kind lernt wie es das Baumaterial am besten anordnet, um einen hohen Turm zu bauen. Ein drittes Kind ist damit beschäftigt die anderen für eine gemeinsame Bauidee zu gewinnen und probiert aus, wie es dies am besten beschreiben und die anderen von seinem Vorhaben überzeugen kann.
Entwicklung und Lernen benötigt sinnliche Erfahrung. Im Säuglings- und Kleinkindalter wird besonders deutlich, wie das Kind lernt. Es beobachtet mit seinen Augen, es greift mit seinen Händen, es spürt auf seiner Haut, es riecht und schmeckt, es hört. Dabei gleicht es seine Erfahrung stets damit ab, ob es angenehm oder unangenehm ist oder bewertet, ob es seinem Ziel dienlich ist. Es ahmt nach und muss manches ganz oft versuchen bis es ihm gelingt. Später kann das Kind dann Zusammenhänge erkennen, auf vorhandene Fähigkeiten aufbauen oder Verknüpfungen zu seinen anderen Lernerfahrungen herstellen.
Wir sind davon überzeugt, dass das Kind von sich aus lernen will und kann, wenn es dazu die Möglichkeit hat. Als Pädagog*innen können wir ihm Anregungen geben, Material anbieten und eine förderliche Lernumgebung schaffen. Am Ende fördert dies das Selbstvertrauen des Kindes, weil es etwas aus eigener Kraft geschafft hat.
Unser pädagogisches Konzept verknüpft unter anderem Ansätze der Reggio-Pädagogik, der Montessori-Pädagogik und der Werkstatt-Pädagogik.
Die Rolle der Pädagog*in
Unsere Rolle als Pädagog*innen in unserem Konzept vergleichen wir mit einer Gastgeber*in. Wir laden das Kind dazu ein, Gast in einem Raum zu sein. Wir begrüßen das Kind, wir erklären die Möglichkeiten im Raum, informieren über die Regeln, die gelten und zeigen alles Wichtige (wo kannst du etwas trinken, wen kannst du ansprechen, wo findest du welches Material …). Dann darf das Kind sich frei in diesem Raum aufhalten und seinen Interessen nachgehen.
Dabei beobachtet die Pädagog*in das Kind aufmerksam, um zu erkennen, mit was es gerade beschäftigt ist. Wenn die Pädagog*in feststellt, dass es bereit ist für einen neuen Entwicklungsschritt oder dass es ihm helfen könnte, auf eine Vorstufe zurückzugehen, führen wir es an Alternativen oder Neues heran. Die Pädagog*in gibt die Lösung dabei in der Regel nicht vor, sondern will das Kind befähigen seinen eigenen Weg zu finden.
Auf dem Weg dahin achtet die Pädagog*in darauf, wie das Kind sich äußert und unterstützt es sich mitzuteilen. Oft beschreibt die Pädagog*in dabei mit ihren Worten und aus ihrer Beobachtung, was sie gerade sieht, welche Reaktionen sie wahrnimmt oder welche Gefühle es beim Kind vermutet. Damit führt die Pädagog*in einerseits Worte und deren Bedeutung ein, andererseits verstärkt sie das Kind, indem es durch die Beschreibung gleichzeitig ein Feedback hört.
Sie gesteht dem Kind zu, dass es eigene Entscheidungen trifft und mit anderen Kindern zusammen Lösungen findet. Das Kind darf mit seinem Vorgehen auch Misserfolge erleben. Dies regt seine Fantasie an, neues auszuprobieren und fördert es darin mit Misserfolgen umzugehen. Es ist daher nicht allein wichtig, dass das Kind sein Ziel erreicht, sondern dass es lernt wie es etwas erreichen kann.
Mit der wachsenden Autonomie des Kindes wird es auch zum Vorbild für andere, jüngere Kinder. Die soziale Gruppe wird damit auch für das Kind eine Orientierung und eine achtsame Lerngemeinschaft. Umso mehr Verantwortung das Kind für sich selbst und die Gemeinschaft übernimmt, umso weniger Steuerung und Kontrolle ist durch die Erwachsenen erforderlich.
Zur Unterstützung unserer pädagogischen Arbeit kooperieren wir mit folgenden Stellen bzw. Institutionen:
Die Eltern geben ihr Kind in unsere Obhut, daher sind Eltern „immer“ erwünscht. Sie haben das Recht, sich über unsere Arbeit zu informieren und sie kritisch - zum Wohle des Kindes – zu hinterfragen. Wenn wir durch unser Verhalten und den offenen Umgang mit unserer Arbeit – auch mit Fehlern, die uns passiert sind – offen umgehen, können Eltern vertrauen zu uns entwickeln. Dies ist die Voraussetzung, dass das Kind sich in der Kita wohlfühlen kann.
Wir können das Kind nur verstehen, wenn wir es in seinem Kontext betrachten. Dazu gehören die Lebens- und Familiensituation ebenso wie Regeln, Strukturen und Werte, die in der Familie gelten. Nicht für alle Kinder können wir dies umfänglich erfassen. An wichtigen Stellen ist dieser Erfahrungshintergrund jedoch hilfreich. Dieses Wissen können wir nur erlangen, wenn wir uns als Partner der Eltern betrachten, die das gemeinsame Interesse haben, das Kind in seiner Entwicklung bestmöglich zu unterstützen.
Über unseren Alltag und unseren Umgang mit ihrem Kind können Eltern sich persönlich überzeugen, indem sie in der Kita hospitieren. In den Werkstätten können sie sich als „Experten“ für ein Thema einbringen oder uns entsprechende Anregungen geben.
Wir freuen uns, wenn Eltern sich aktiv bei Projekten oder Veranstaltungen einbringen, indem sie Dienste übernehmen, Angebote machen, Kuchen etc. mitbringen bzw. vor Ort mit zubereiten.
Zur Grundlage der Erziehungspartnerschaft gehört, dass wir Eltern am Alltag und an der Entwicklung ihres Kindes in unserer Einrichtung teilhaben lassen.
Information
Wir informieren Eltern über aktuelle Themen und Projekte in der Kita, indem wir Alltagssituation an der „Sprechenden Wand“ dokumentieren. Per Elternbrief oder die digitale Eltern-App informieren wir die Eltern über Termine und Veranstaltungen, konzeptionelle oder personelle Veränderungen.
Dialog
Als Kindertageseinrichtung und Familienzentrum verstehen wir uns als Partner an der Seite der Familien. Eltern können unsere Mitarbeiter*innen ansprechen, wenn sie Rat und Unterstützung benötigen. Wenn wir unsererseits den Eindruck gewinnen, dass das Kind oder die Eltern Unterstützung benötigen könnten, sehen wir uns verpflichtet, den Eltern unsere Eindrücke mitzuteilen und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen.
Durch eine persönliche Ansprache der Eltern wollen wir ihnen Vorbild sein und Hemmungen nehmen, auch in schwierigen Situationen das Gespräch zu den Mitarbeiter*innen zu suchen.
Das Eltern-Café
Im Eltern-Café können sich Eltern zum persönlichen Austausch treffen. Auch einige Angebote des Familienzentrums können im Eltern-Café stattfinden. Hier befindet sich auch ein Tausch-/ Mitnahmeschrank für Kinder-, vorwiegend Babykleidung.
Das Eltern-Café ist während der Bringzeit und nach der Mittagspause durchgehend geöffnet.
Wir sind Familienzentrum
Als Familienzentrum bieten wir regelmäßig Elternabende zu spezifischen Themen aus dem Alltag von Familien an. Aber auch Kurse mit Eltern oder Eltern und Kindern finden im Familienzentrum statt. So auch eine Spielgruppe für Familien mit Kleinkindern.
In Kooperation mit den Frühen Hilfen des Jugendamtes findet 14tägig ein internationales Hebammen-Café im Familienzentrum statt.
Eltern erfahren Unterstützung in regelmäßigen Sprechstunden durch eine Familienberaterin des junikum.
Monatlich gibt es das Angebot zur Unterstützung bei Anträgen (Jobcenter, BuT etc.).
Über aktuelle Termine informieren wir auf unserer Homepage https://www.junikum.de/termine-und-aktivitaeten-im-familienzentrum/
Eltern der Kita-Kinder haben darüber hinaus Zugriff auf die Eltern-App, in der wir über Aktuelles und Termine informieren. Über die Eltern-App können Eltern ihr Kind auch im Krankheitsfall, bei Urlaub o.ä. abmelden.
Wir erkennen an, dass Eltern ein berechtigtes Interesse haben, wenn sie ihr Kind in einer Kindertageseinrichtung anmelden.
Wenn uns jedoch mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze vorliegen, müssen wir eine Auswahl treffen. Folgende Kriterien fließen in die Auswahl ein:
(die Reihenfolge der genannten Kriterien ist nicht mit einer inhaltlichen Gewichtung gleichzusetzen)
Darüber hinaus achten wir - soweit möglich - darauf, dass die Kindergruppen sinnvoll zusammengesetzt sind (z.B. hinsichtlich der Altersverteilung, der pädagogischen Anforderungen).
Den Eltern der ausgewählten Kinder wird per E-Mail [an die im Kita-Navigator angegebene Mailadresse] ein Platzangebot unterbreitet. Wenn sie das Angebot annehmen möchten, vereinbaren sie einen Termin in der Kita um den Betreuungsvertrag abzuschließen.
Soweit unterjährig Betreuungsplätze frei werden (z.B. aufgrund eines Einrichtungswechsels oder Umzugs), können Kinder von der Warteliste aufgenommen werden.
Bei weiteren Fragen zum Kita-Navigator wenden Sie sich bitte an unsere Servicestelle:
Jugendamt
Rathausplatz 1
45739, Oer-Erkenschwick
Telefon: 02368 691384 02368 691340
E-Mail: kitabetreuung@oer-erkenschwick.de
Offene Sprechstunden:
Montag und Dienstag
08:30 Uhr - 09:30 Uhr
Donnerstag
15.00 Uhr bis 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Um Ihnen direkt und schneller behilflich sein zu können, haben wir hier Ihre häufigsten Fragen und unsere Antworten für Sie zusammengestellt.
Zu den häufig gestellten Fragen.